Metaethik
Metaethik ist systematisch als Teil der Allgemeinen Ethik zu verstehen. Sie ist eine Reflexionsebene, die über das reine Beschreiben moralischer Phänomene hinausgeht. Insofern lässt die Metaethik sich als eine Theorie dritter Ordnung verstehen. Sie fragt beispielsweise danach, was denn ein Begriff wie „gut“ bedeuten soll, wie sich „schlecht“ von „böse“ unterscheidet oder was den moralischen Sinn der Urteile „gut/schlecht“ vom ästhetischen oder taktischen Sinn auszeichnet.
Metaethik fragt auch danach, wie sich ethische Argumentationen auf ihre Stichhaltigkeit prüfen lassen und ob normative Aussagen überhaupt wissenschaftlich behandelt werden können. Metaethische Diskussionen zeichnen sich durch einen recht hohen Abstraktionsgrad aus, und man kann fragen, ob sie für eine Polizeiethik überhaupt relevant sind. Tatsächlich bewegen wir uns immer schon in einem Grenzbereich, sobald wir beginnen, über die Relevanz einer Ethik der Polizei nachzudenken:
- Braucht es eine Polizeiethik, wenn es doch das Recht gibt?
- Warum spielt der Begriff der „Werte“ in der Polizei eine so große Rolle und welche Funktion hat er in der polizeilichen Kommunikation?
- Gibt es ethische Urteilsverfahren, die für die Polizei besonders geeignet sind?
Hier sind metaethische Fragen bereits angeschnitten.
Angelegt 26-03-12
Zuletzt gepflegt 26-03-12