Normen

Der Begriff der Norm steht für vielfältige Regeln: technische, rechtliche, dienstliche oder gesellschaftliche. Ihr sprachlicher Ursprung, die Richtschnur (lat. norma), macht die Funktion von Normen deutlich: Eine Richtschnur hilft, eine Mauer oder Furche geradezuziehen.

  • Im technischen Bereich ermöglichen DIN-Normen einheitliche Standards.
  • Gesellschaftliche Normen bestimmen, was als „normal“ gilt.
  • Dienstvorschriften regeln Handlungs- und Verhaltensweisen in einer Organisation.
  • Moralische Normen speisen sich aus einer Vielzahl kultureller Quellen, in die Menschen hineinwachsen. Dazu gehören Religion, Brauchtum und Gewohnheiten.

Der Begriff der Norm dient hier als Oberbegriff für Regeln, Vorschriften, Pflichten, Gebote, Maximen oder Prinzipien. Stehen Normen im Zentrum der ethischen Reflexion, wird oft von Deontologie, Pflichtenethik oder Prinzipienethik gesprochen: Eine moralische Norm kann als begründet gelten, wenn sie als allgemeingültig denkbar ist. Ein Beispiel dafür ist die Ethik Immanuel Kants.


Angelegt 26-04-04
Zuletzt gepflegt 26-04-04