Folgen

Handlungen sollen etwas in der Welt bewirken, und diese Auswirkungen können für die handelnde Person oder für andere nützlich und hilfreich oder schädlich bis zerstörerisch sein. Dabei geht es nicht allein um die konkreten Folgen einer Handlung, sondern auch um die Intentionen und Motive von Handelnden.

Ethische Perspektiven, die sich hauptsächlich den Folgen von Handlungen zuwenden, laufen unter dem Oberbegriff des Konsequentialismus. Manchmal ist auch von teleologischer Ethik die Rede (von gr. telos = Ziel), unter die aber auch die Tugendethik gezählt werden kann. Ein idealtypischer Pflichtenethiker kann eine Handlung trotz negativer Folgen als moralisch gut beurteilen, allein weil sie einer begründeten Norm entspricht. Klassisches Beispiel: Einem Gewalttäter auf dessen Frage hin das Versteck eines Geflüchteten verraten, weil man nicht lügen soll. Der Soziologe Max Weber hat eine solche Haltung als „Gesinnungsethik“ von einer „Verantwortungsethik“ unterschieden, die die Folgen berücksichtigt.
Ein bekannter, konsequentialistischer Ansatz ist der Utilitarismus. Eine Handlung gilt dann als „gut“, wenn die Handlungsfolgen der Mehrheit der Betroffenen nützen (lat. utilitas = Nutzen) und ihr Glück und Wohlbefinden mehren, und als „schlecht“, wenn sie im Gegenteil Glück vermindern oder gar Leiden mehren. Ein Beispiel für eine konsequentialistische Ethik ist der Ansatz des Utilitaristen Jeremy Bentham.


Angelegt 26-04-04
Zuletzt gepflegt 26-04-04