Sentimentalismus
Der moralische oder ethische Sentimentalismus (Moral Sense Theory; auch Gefühlsethik) führt moralisches Handeln und Urteilen auf Gefühle (sentiments) wie Empathie zurück. Anders als der Emotivismus sind für den Sentimentalismus moralische Urteile aber wahrheitsfähig, weil die Urteile eines Sprechers wahre oder falsche Behauptungen über seine moralischen Empfindungen beinhalten. Ein klassischer Vertreter ist David Hume (siehe Werner 2021, S. 91-112), ein zeitgenössischer Vertreter der Sozialpsychologe Jonathan Haidt.