Emotivismus
Der Emotivismus ist eine metaethische Position, die moralische Urteile auf subjektive moralische Emotionen zurückführt, in denen sich Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken. Eine normative Begründung moralischer Urteile entzieht sich der wissenschaftlichen Erkenntnis, weil die Gefühlsäußerungen keinen Wahrheitsgehalt haben, also weder wahr noch falsch sein können. Anders als der Sentimentalismus gehört der Emotivismus daher zu den non-kognitivistischen Ethiken. Moralische Urteile können allenfalls Gegenstand empirischer Forschung sein, etwa wie sich unsere moralischen Empfindungen in der Sprache ausdrücken. Vertreter des Emotivismus sind Alfred Jules Ayer und Charles L. Stevenson (siehe Ricken 2013, S. 41-47).